Tipps und wissen Tierkrankenversicherung

Tierkrankenversicherung für Hund und Katze – sinnvoll oder unnötig?

Für viele Menschen sind Hunde und Katzen ein fester Bestandteil der Familie. Umso belastender ist es, wenn das eigene Tier krank wird oder einen Unfall hat. Neben der Sorge um die Gesundheit kommen dann oft unerwartet hohe Tierarztkosten hinzu.

Tierarztkosten werden häufig unterschätzt

Schon eine einfache Behandlung kann mehrere hundert Euro kosten. Muss ein Tier operiert werden oder ist eine aufwendige Diagnostik mit Röntgen, CT oder MRT notwendig, entstehen schnell Kosten von 2.000 bis 5.000 Euro – in manchen Fällen sogar noch deutlich mehr.

Viele Tierhalter stehen dann vor der schwierigen Entscheidung, ob sie sich die Behandlung überhaupt leisten können.

OP-Versicherung oder Tierkrankenversicherung?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, sein Haustier abzusichern.

Die OP-Versicherung übernimmt – je nach Tarif – die Kosten für notwendige Operationen einschließlich der Vor- und Nachbehandlung.

Die Tierkrankenversicherung geht einen Schritt weiter. Sie übernimmt zusätzlich häufig auch Kosten für Untersuchungen, Medikamente, Behandlungen oder Diagnostik, selbst wenn keine Operation notwendig wird. Welche Leistungen genau enthalten sind, hängt vom jeweiligen Tarif ab.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt von den eigenen Wünschen und dem verfügbaren Budget ab.

Warum sich ein früher Abschluss lohnen kann

Ein häufiger Fehler ist, erst über eine Versicherung nachzudenken, wenn bereits erste gesundheitliche Probleme auftreten.

Je jünger und gesünder ein Hund oder eine Katze beim Abschluss ist, desto einfacher ist in der Regel die Aufnahme. Außerdem sind die Beiträge häufig günstiger als bei älteren Tieren. Bereits bekannte Erkrankungen können je nach Versicherer ausgeschlossen werden oder dazu führen, dass bestimmte Leistungen nicht mehr versichert werden können.

Deshalb lohnt es sich, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen.

Worauf sollte man achten?

Nicht jede Tierkrankenversicherung bietet die gleichen Leistungen. Wichtig sind unter anderem:

  • Welche Behandlungen werden übernommen?
  • Gibt es eine freie Tierarztwahl?
  • Wie hoch sind die Erstattungsgrenzen?
  • Werden auch Medikamente und Diagnostik bezahlt?
  • Welche Wartezeiten gelten?

Ein genauer Vergleich der Tarife kann helfen, später böse Überraschungen zu vermeiden.

Fazit

Eine Tierkrankenversicherung ist zwar nicht für jeden Tierhalter zwingend notwendig, sie kann aber im Ernstfall eine große finanzielle Entlastung sein. Gerade weil Tierarztkosten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, lohnt es sich, die verschiedenen Möglichkeiten frühzeitig zu vergleichen.

Wer sein Tier möglichst jung versichert, profitiert häufig von besseren Annahmebedingungen und langfristig günstigeren Beiträgen.

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